Die Ausbildung für Mensch und Hund

Rettungshundearbeit ist für Mensch und Hund Schwerstarbeit. Besonders  die Suche in Trümmern ist schwierig und gefährlich.
Um einen Hund zum  Rettungshund auszubilden, benötigt man viel Zeit und Geduld. Ob Hitze, Regen oder Schnee, Übungen und Einsätze finden bei jedem Wetter statt.

Hier erhalten Sie einen kleinen Überblick über unsere Ausbildung.

Was tun unsere Hunde?
Rettungshunde sind Hunde, die dafür ausgebildet sind, Menschen zu finden. Dies kann in Feld, Wald und Flur sein, aber auch in Trümmern oder Lawinen. Die Hunde haben gelernt, menschliche Witterung zu suchen und ihrem Hundeführer anzuzeigen. Das Anzeigen kann durch Bellen bei der gesuchten Person sein oder durch eine Anzeige beim Hundeführer und anschließendem Führen zum Opfer.

Die Rettungshundestaffel Kaiserslautern bildet hauptsächlich Flächenhunde aus, inzwischen hat sich aber auch erfolgreiche eine Trümmergruppe etabliert. Unser Haupteinsatzgebiet ist aber weiterhin die Flächensuche, zum Beispiel nach vermissten Kindern oder verwirrten älteren Personen.

Welche Voraussetzungen sollte der Hund haben?
Der Hund sollte gut motivierbar (Für Futter oder Spielzeug zu begeistern), gesund und körperlich leistungsfähig sein und gerne seine Nase einsetzen. Er sollte menschenfreundlich und gelassen in der modernen Zivilisation (Geräusche, verschiedene Untergründe,…) sein und nicht grundsätzlich unverträglich mit Artgenossen sein. Außerdem sollte er über einen guten (altersentsprechenden) Grundgehorsam verfügen. Sinnvoll ist es, bereits im Welpen- oder Junghundealter mit der Ausbildung zu beginnen, da diese bis zur ersten Prüfung in der Regel ca. zwei Jahre in Anspruch nimmt.

Und der Mensch?
Nicht nur die Hunde, sondern auch die Menschen müssen einiges lernen, bevor sie mit in den Einsatz gehen dürfen. So werden die Hundeführer nicht nur angeleitet ihren Hund auszubilden und lesen zu lernen, sondern müssen zum Beispiel auch in den Themen „Erste Hilfe Mensch“, „Erste Hilfe Hund“, „Orientierung“ (Mit Karte und Kompass, genauso wie mit GPS-Geräten) oder „Einsatztaktik“ fit sein. Hierfür finden regelmäßig Theorieabende und Praxistage/-abende statt.

Aber auch Mitglieder ohne Hund sind für uns wichtig.
So besteht zum Beispiel im Einsatz jedes Team aus einem Hundeführer mit Hund und einem Suchtrupphelfer. Dieser kümmert sich um die Orientierung, hält den Funkkontakt und übernimmt bei einem Fund die Erstversorgung der vermissten Person. So kann der Hundeführer sich ganz auf seinen Hund und dessen Arbeit konzentrieren. Der Suchtrupphelfer benötigt die gleiche Ausbildung wie ein Hundeführer, so dass jeder Hundeführer auch als Suchtrupphelfer in den Einsatz geht. Zusätzlich freuen wir uns aber auch über Helfer, die uns ohne Hund als Suchtrupphelfer unterstützen. Außerdem benötigen wir immer eine ausreichende Besatzung in unserem Einsatzauto, die den Kontakt zur Einsatzleitung halten, Karten drucken, Gebiete festlegen, den Funkverkehr führen, GPS Geräte vorbereiten und auslesen,…

Jedes Mitglied ist auch als Helfer für die Ausbildung unserer Hunde aktiv. Hier sind gute Helfer unerlässlich. Die Helfer sitzen oder liegen im Versteck, zum Beispiel Gestrüpp, Hochsitzen, Hohlräumen der Trümmer,… und arbeiten nach Absprache mit dem Hundeführer und dem Ausbilder der Gruppe mit dem Hund. Der Helfer hat zum Beispiel die Aufgabe, den Hund zu motivieren, freudig in den Wald zu laufen, oder den Hund bei der Anzeige im richtigen Moment und in der für ihn passenden Weise zu belohnen. Ein guter Helfer zeichnet sich durch sein Einfühlungsvermögen aus, durch welches er dem Hund zur richtigen Zeit die richtige Hilfe geben kann, um somit den Lernerfolg für den Rettungshund zu gewährleisten.

Interesse uns und unsere Arbeit näher kennen zu lernen?
Für diejenigen, die sich nicht scheuen viel Geduld, Zeit und  Engagement zu investieren, bieten wir Schnupperkurse oder (sollte grade kein Schnupperkurs geplant sein) die Teilnahme an einem Probetraining an.
Dort kann  sich jeder selbst ein Bild von der Vielfalt der Rettungshundearbeit machen!

Weder der Hund noch der Hundeführer müssen Erfahrungen in der Ausbildung zum Rettungshund nachweisen.

Wichtig: Es ist ratsam schon im Welpenalter mit dem Rettungshundetraining anzufangen, spätestens aber mit 3 Jahren.

Wenn Sie Interesse haben uns in unserer Arbeit zu unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Nachricht!